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Gesteinskörnung Betonkies 0/16

Als Gesteinskörnung werden im Bauwesen natürliche und künstliche Gesteinskörner bezeichnet. Sie stammen entweder aus natürlichen Lagerstätten oder fallen bei der Wiederverwertung von Baustoffen oder als industrielles Nebenerzeugnis an. Die Gesteine liegen entweder als Rundkorn oder in gebrochener Form vor.

Weitere Bezeichnungen sind BetonzuschlagMineralstoffgemischMineralgemisch oder Mineralstoff, die nicht mehr in den Normen verwendet werden. Besonders der allgemeinere Begriff Zuschlag wird noch synonym verwendet.

Die Gesteinskörnung wird zusammen mit einem Bindemittel (wie etwa Zement oder Kalk) und Zugabewasser zu Beton und Mörtel verarbeitet. Verbindet man die Gesteinskörnung mit Bitumen, kann Asphalt hergestellt werden. Um die geforderten Eigenschaften des Baustoffs zu erhalten, sind die Gesteinskörnungen entsprechend zusammenzustellen.

Gesteinskörnung dient der Herstellung von Asphalt, Beton, Mörtel, hydraulisch gebundenen und ungebundenen Baustoffgemischen sowie der Oberflächenbehandlung.

Die Anforderungen an Gesteinskörnungen werden unter anderem in der DIN 18196 Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke und den Technischen Lieferbedingungen für Gesteinskörnung im Straßenbau, TL Gestein-StB, Ausgabe 2004 definiert. Die DIN 4226 Zuschlag für Beton ist durch die neue Europäische Norm EN 12620 Gesteinskörnungen für Beton ersetzt.

Natürliche Gesteinskörnungen bestehen aus mineralischem Vorkommen, das ausschließlich mechanisch aufbereitet wurde. Hierzu zählen die ungebrochenen Kiese und Sand, sowie gebrochene Gesteinskörnungen wie Schotter, Splitte, Brechsande und Felsgesteine.

Aufbereitung: Felsgestein wird im Steinbruch gewonnen und mit Hilfe von Brechern zu einem Korngemisch verarbeitet. Anschließend separieren Siebe und andere Trenneinrichtungen (Sichter usw.) die einzelnen Körnungsklassen. Kies und Sande werden in Kiesgruben gewonnen und ebenfalls durch Siebe in einzelne Körnungsklassen getrennt. Kiese > 32 mm werden zum Teil mit Brechern zerkleinert, wodurch Splitte und Brechsande entstehen. Während der Aufbereitung werden die Gesteine auch gewaschen, um sie von Verschmutzungen und organischen oder bindigen Bestandteilen zu reinigen.

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